Griechenland > Die Geschichte
330: Byzanz (Byzantion) wird unter Kaiser Konstantin 1. Hauptstadt des Oströmischen Reiches und heißt von nun an bis 1930 Konstantinopel. Konstantin ist der erste Kaiser, der zum Christentum konvertiert und sich taufen lässt. Nach 395 zerfällt das Reich endgültig in zwei Teile.
330 - 1453: Byzantinische Zeit. Das byzantinische Reich war ein Vielvölkerstaat, dessen kulturelle Identität jedoch unübersehbar griechisch war. Dafür steht auch die Tatsache, dass die griechische Sprache die lateinische sehr schnell auch im Verwaltungsbereich verdrängte.
6. Jahrhundert: Vorherrschende Gestalt ist Kaiser Justinian, der mit Unterstützung seiner Frau Theodora das byzantinische Reich erstarken lässt, Italien wiedererlangt und ein bedeutendes gesetzgeberisches Werk vollbringt.
7. Jahrhundert: Zu Anfang dieses Jahrhunderts fallen die Slawen in Byzanz ein. Es entwickelt sich in den nächsten Jahrhunderten ein Zusammenleben; Byzanz ist in führender Rolle an der Christianisierung der Slawen beteiligt.
726 bis 843: Die religiöse wie politische Agenda steht unter dem Vorzeichen der lkonomachie.
867 bis 1056: Byzanz erlebt unter der Dynastie des makedonischen Herrscherhauses eine Zeit des Wohlstands und ein Aufblühen der Künste. 963 wird die Große Lavra auf dem Athos gegründet, das erste einer Reihe von großen Klöstern, die auf der Halbinsel des Agion Oros ("Heiliger Berg") ein bedeutendes Zentrum klösterlichen Lebens bilden, das bis heute existiert. 1054 ereignet sich das Schisma (Bruch) zwischen der griechisch-orthodoxen und der katholischen Kirche.
11. und 12. Jahrhundert: Die Normannen fallen von Sizilien aus ins byzantinische Reich ein und bringen die Inseln des ionischen Meeres und Epirus in ihre Gewalt.
1204: Die Kreuzritter des 4. Kreuzzuges nehmen Konstantinopel ein. Es beginnt damit die Frankenherrschaft, unter der Griechenland nach feudalistischem Prinzip untergliedert wird. Diese Epoche ist durch die Anstrengungen der Byzantiner charakterisiert, ihr Reich wiederzugewinnen.
1261: Konstantinopel wird wiedererobert, um die übrigen Reichsteile entspannen sich langjährige Kämpfe.
(Quelle: "Griechen in Leipzig: Damals - Heute", Europa-Haus Leipzig e.V., Leipzig 1999)
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